Deutsches
Historisches Institut Warschau (Hrsg.)
»Größte Härte...«
Verbrechen der Wehrmacht in Polen September/Oktober 1939
Ausstellungskatalog
Redaktion und Konzeption: Jochen Böhler
ISBN 3-938400-07-2
145 S., 121 Abb., € 24,-
2005
Die historische Forschung der letzten Jahre hat die Beteiligung
der Deutschen Wehrmacht an Verbrechen im Osten und Südosten
Europas ab 1941 eindrucksvoll belegt. Weitgehend unberücksichtigt
blieb dabei jedoch ihr erster Einsatz, der Überfall auf Polen
im September 1939. Die deutsche Luftwaffe bombardierte unterschiedslos
polnische Städte, auch wenn in ihnen kein polnisches Militär
stationiert war. Angehörige der Wehrmacht ermordeten in den
ersten Wochen des Zweiten Weltkrieges Tausende Polen und Juden,
Zivilisten und Kriegsgefangene.
Dazu haben das Deutsche
Historische Institut Warschau und das polnische Institut
des Nationalen Gedenkens gemeinsam eine Ausstellung konzipiert,
deren deutschsprachige Fassung die Grundlage des vorliegenden
Kataloges bildet. Bisher unveröffentlichte Quellentexte und
Bilder zeichnen ein erschreckendes Bild der Deutschen Wehrmacht
in dieser entscheidenden Phase, in der der Vernichtungskrieg seine
Schatten bereits vorauswarf.
Aus dem Inhalt:
Textteil:
Jochen Böhler: Die Wehrmacht in Polen 1939 und die Anfänge
des Vernichtungskrieges
Hans-Erich Volkmann: Verbrechen der Wehrmacht in Polen —
Rahmenbedingungen und deutsche Nachkriegsrezeption
Witold Kulesza: Verbrechen der Wehrmacht in Polen im September
1939
Bildteil:
Marschrichtung: neuer Krieg – Pakt – Letzte Direktiven
– Angriff – Luftkrieg (Wielun, Sulejow, Janow Lubelski,
Frampol) – Zivilgefangene (Kutno) – Zivilverteidiger
(Polnische Post Danzig) – Geiseln (Konin, Bromberg) –
»Freischärler« – Juden – Kriegsgefangene
– Proteste
JOCHEN BÖHLER, geb. 1969 in Rheinfelden,
1993-99 Studium der Mittleren und Neueren Geschichte, Ethnologie
und Volkswirtschaft in Köln, ist seit 2000 Projektmitarbeiter
am Deutschen Historischen Institut Warschau.
Die gleichnamige Ausstellung wurde bereits in
mehreren polnischen Städten, in Berlin, Darmstadt und Bonn
gezeigt. Informationen zu weiteren Ausstellungsorten: www.dhi.waw.pl. |