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Jerzy Tomaszewski
Auftakt zur Vernichtung
Die Vertreibung polnischer Juden aus Deutschland im Jahre 1938

KLIO IN POLEN 9

Aus dem Polnischen von Victoria Pollmann

331 S., Abb., € 24,50
ISBN 3-929759-63-2
2002

Ende Oktober 1938 sind ca. 17.000 Juden polnischer Staatsangehörigkeit aus Deutschland ausgewiesen worden. Das Buch schildert den Verlauf dieser sog. »Polenaktion« am Vorabend der »Kristallnacht«-Pogrome, die Aufnahme der Deportierten in Polen sowie die Reaktionen auf diese Ereignisse in Polen wie im Ausland. Der Verfasser hat für diese Studie Archive in Polen, Israel, Großbritannien und den USA sowie Zeitzeugenberichte und die zeitgenössische polnische und internationale Presse ausgewertet.

JERZY TOMASZEWSKI ist Professor für Geschichte an der Universität Warschau. Er leitet das Warschauer Mordechaj Anielewicz-Zentrum für die Geschichte und Kultur der Juden in Polen.


Marian Biskup / Gerard Labuda
Die Geschichte des Deutschen Ordens in Preußen
Wirtschaft, Gesellschaft, Staat, Ideologie

KLIO IN POLEN 6

Aus dem Polnischen von Jürgen Heyde und Ulrich Kodur
Mit einem Vorwort von Rex Rexheuser

III, 619 S., Karten, € 37,80
ISBN 3-929759-42-X
2000
Der Titel ist vergriffen!

Der Deutsche Orden und der von ihm errichtete Staat zwischen Weichsel und Memel gehören zu den besonders heiklen Kapiteln deutsch-polnischer Geschichte. Mit diesem Werk legen die beiden führenden Vertreter der polnischen Deutsch-Ordens-Forschung die Summe jahrzehntelanger Studien vor.

Die Autoren analysieren die einzelnen Faktoren, die den unter der Herrschaft des Ordens entstehenden gesellschaftlich-politischen Organismus in Preußen, im Kulmerland und in Pommerellen ausmachten, und fügen die Details zu einem Gesamtbild zusammen. Neben Entstehung, Aufbau, Entwicklung und Zerfall des Deutschordensstaates sowie seinen Beziehungen zu Polen-Litauen legen die Autoren besonderes Augenmerk auf die wirtschaftliche und gesellschaftliche Verfassung des Ordensstaates: Fragen der Bevölkerungsentwicklung, die Lokation von Städten und Dörfern, die Entwicklung von Landwirtschaft, Handwerk und Handel sowie Kunst und Kultur im Ordensstaat gehören zu den Schwerpunkten.

MARIAN BISKUP, geb. 1922, Professor für Spätmittelalterliche polnische und baltische Geschichte am Institut für Geschichte der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Thorn, Leiter der Arbeitsstelle für die Geschichte des östlichen Pommern.

GERARD LABUDA, geb. 1916, Professor für Mittelalterliche Geschichte am Historischen Institut der Universität Posen, Leiter der Abteilung für die Geschichte Pommerns am Institut für Geschichte der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Posen.


Andrzej Wyczanski
Polen als Adelsrepublik

KLIO IN POLEN 5

Aus dem Polnischen von Michael G. Esch

460 S., Abb., € 29,80
ISBN 3-929759-40-3
2001

Das Buch bietet dem Leser ein faszinierendes Panorama der polnischen Adelsrepublik »dreier Nationen«, und es erschließt das materielle, politische und geistige Leben im Polen des 16. und 17. Jahrhunderts.
Gegliedert in drei große zeitliche Abschnitte, geht der Autor jeweils von den wirtschaftlichen Strukturen auf dem Lande und in den Städten aus, der Entwicklung und den Problemen von Landwirtschaft, Gewerbe und Handel. Dann beschreibt er die innere und verfassungsmäßige Ordnung der Adelsrepublik mit ihren Spezifika, der sog. Adelsdemokratie und dem Wahlkönigtum, sowie ihre außenpolitischen Beziehungen, die Konflikte und Kriege. Schließlich schildert Wyczanski die Kultur der Renaissance und des Barock in Polen, wobei er der materiellen Kultur (Ernährungsweise, Esskultur, Kleidung, Wohnen, Möbel, Architektur) ebenso Aufmerksamkeit schenkt wie dem privaten, gesellschaftlichen und religiösen Leben, den zwischenmenschlichen Beziehungen in Ehe und Familie sowie der Erziehung, Bildung, Kunst und Literatur.

ANDRZEJ WYCZANSKI, geb. 1924 in Warschau, Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit. Er arbeitete an den Universitäten Warschau, Krakau, Paris und Bialystok sowie am Institut für Geschichte der Polnischen Akademie der Wissenschaften und an der Polnischen Nationalbibliothek.


Henryk Samsonowicz
Polens Platz in Europa

KLIO IN POLEN 4

Aus dem Polnischen von Michael G. Esch

169 S., € 19,90
ISBN 3-929759-39-X
1997

In Deutschland weiß man im Allgemeinen wenig über das Nachbarland jenseits der Oder. Dies gilt ganz besonders für seinen wirtschaftlichen und kulturellen Anteil an der europäischen Geschichte.

Der Warschauer Historiker Henryk Samsonowicz lässt in seinem 1995 erschienenen historischen Essay die europäischen Bezüge der polnischen Geschichte Revue passieren und diskutiert die Rolle und den Beitrag seines Landes für die Wirtschaft und Kultur Europas vom frühen Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert.

Die konzise Gesamtschau informiert fachkundig über den »Platz Polens« in einem sich verändernden Europa. Sie bietet darüber hinaus einen authentischen Einblick in die gegenwärtige polnische Suche nach Identität in diesem Europa.

HENRYK SAMSONOWICZ (geb. 1930), Professor für Geschichte an der Universität Warschau.


Tomasz Szarota
Der deutsche Michel
Die Geschichte eines nationalen Symbols und Autostereotyps

KLIO IN POLEN 3

Aus dem Polnischen von Kordula Zentgraf-Zubrzycka

421 S., 100 Abb., € 37,80
ISBN 3-929759-38-1
1998

Der »deutsche Michel« gilt als Verkörperung des Deutschen und Symbol typisch deutscher Eigenschaften. Zurückverfolgen läßt sich die Figur mit der Zipfelmütze bis in das 16. Jahrhundert. Sie hat seitdem zahlreiche Wandlungen durchlaufen.

Tomasz Szarota arbeitet in seiner materialreichen Studie die Vielgestaltigkeit des Michels und die ihm zugeschriebenen Konnotationen in verschiedenen historischen Phasen heraus. Diese politisch-historischen Zusammenhänge analysiert und deutet er anhand vielfältiger, nicht zuletzt auch bildlicher Quellen.

Die deutsche Ausgabe des 1988 erschienenen Werkes wurde vom Autor überarbeitet und durch ein Kapitel für die Zeit nach 1989 ergänzt. Das Buch bietet eine facettenreiche Außensicht auf deutsche Geschichte und Mentalität in fünf Jahrhunderten. Es ist zugleich ein wichtiger Beitrag zur Stereotypenforschung.

TOMASZ SZAROTA (geb. 1940) ist Professor und Leiter der Abteilung Geschichte Polens nach 1945 am Historischen Institut der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Warschau.


Ruta Sakowska
Menschen im Ghetto
Die jüdische Bevölkerung im besetzten Warschau 1939–1943

KLIO IN POLEN 2

Aus dem Polnischen von Ruth Henning

338 S., Abb., Karten, € 24,50
ISBN 3-929759-37-3
1999

Nirgends sonst in Europa lebten vor dem Krieg mehr Juden als in der polnischen Hauptstadt. Ruta Sakowskas Untersuchung gibt einen komplexen Einblick in den Alltag der jüdischen Bevölkerung unter deutscher Besatzung.

Die Literatur über das Warschauer Ghetto ist bisher von Zeitzeugenberichten geprägt worden. Sakowskas Studie stellt die erste wissenschaftliche Bearbeitung des Themas dar. Sie stützt sich auf eine breite Quellenbasis, vor allem auf das Untergrundarchiv des Warschauer Ghettos, das sogenannte Ringelblum-Archiv.

Schwerpunkte der Darstellung sind die gesellschaftlichen Strukturen im Ghetto, besonders die jüdische Selbstverwaltung und Selbsthilfe, sowie der zivile Widerstand gegen die NS-Politik der indirekten und direkten Vernichtung. Dem deutschen Leser bietet das Buch beklemmende Einsichten in ein Stück gemeinsamer Geschichte.

RUTA SAKOWSKA war Mitarbeiterin des Jüdischen Historischen Instituts in Warschau. Sie gehört zu den besten Kennern der Geschichte des Warschauer Ghettos und der jüdischen Gemeinschaft in Polen.


Benedykt Zientara
Frühzeit der europäischen Nationen
Die Entstehung von Nationalbewußtsein im nachkarolingischen Europa

KLIO IN POLEN 1

Aus dem Polnischen von Jürgen Heyde
Mit einem Vorwort von Klaus Zernack

II, 447 S., € 29,80
ISBN 3-929759-36-5
1997

Das Problem der Nationswerdung und der Entstehung von Nationalbewusstsein in Europa beschäftigt die internationale Geschichtsforschung seit langem. Einen wesentlichen Beitrag zu diesen Fragen leistet der polnische Historiker Benedykt Zientara mit dem vorliegenden, erstmals 1985 erschienenen Werk.

Zientara beschreibt die Anfänge und die Herausbildung von Nationen im mittelalterlichen Europa. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung in Frankreich, Deutschland und Italien.

In Polen gilt die Studie seit langem als Klassiker. Sie richtet sich an einen breiten historisch interessierten Leserkreis. Zugleich bietet sie eine wertvolle Ergänzung und Perspektiverweiterung für die deutsche mediävistische Forschung, da sie aus der Feder eines ausgezeichneten Kenners der mittelalterlichen Geschichte West- u n d Osteuropas stammt.

BENEDYKT ZIENTARA (1928–1983) war Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Warschau. Er ist Autor und Mitautor von mehreren Standardwerken der polnischen Geschichtswissenschaft.

 
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