Michael Kasperowitsch
Nachkriegsleben
Literarische Reportagen aus dem westlichen Balkan

160 S., € 16,80
ISBN 978-3-938400-46-3
2009


 

Offener Terror und kriegerische Gewalt, die ein radikaler Nationalismus gesät haben, sind aus den Staaten des westlichen Balkan verschwunden. Als furchtbare Hinterlassenschaft der Kriege der 1990er Jahre blieben aber nicht nur materielle Zerstörungen, die bis heute sichtbar sind. Ein schleichendes Gift aus Hass und Demütigung, das seelische Verwüstungen angerichtet hat, wirkt weiter und belastet den Alltag zwischen Nachbarn.

Wie einst erbitterte Gegner und die hinterbliebenen Angehörigen der Kriegsopfer heute zusammen leben, entzieht sich weitgehend öffentlicher Aufmerksamkeit. Diesen Menschen und ihrer Lebenssituation spürt der Autor in sechs literarischen Reportagen nach, die 2006/07 in Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Serbien und dem Kosovo entstanden sind.

 

MICHAEL KASPEROWITSCH, geb. 1957, hat in München Politikwissenschaft und Neuere Geschichte studiert und ist Absolvent der Deutschen Journalistenschule. Er arbeitet als Redakteur bei den „Nürnberger Nachrichten“. 2006/07 verbrachte er ein halbes Jahr zu Recherchezwecken in Südosteuropa. Er lebt in Hersbruck.


 
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