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Georgisches TagebuchWend Graf von Kalnein
Georgisches Tagebuch
Fünf Jahre kriegsgefangen im Kaukasus

Mit einem Nachwort von Oliver Reisner

edition zeitbrüche
324 S., € 24,-
ISBN 3-929759-78-0
2003

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs geriet Wend Graf von Kalnein in russische Kriegsgefangenschaft und wurde in den Kaukasus abtransportiert - vor ihm lagen fünf Jahre Lagerleben. Der Autor schrieb die Erinnerungen an diese Zeit, seine Eindrücke von den Menschen und der Natur Georgiens, aber auch von den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnissen unmittelbar nach seiner Rückkehr aus der Gefangenschaft nieder. Sie sind ein authentischer, spannender Zeitzeugenbericht aus einem Land am Rande der Sowjetunion.

WEND GRAF VON KALNEIN, geb 1914, studierte Kunstgeschichte, Archäologie und Romanistik. 1939-1945 Kriegsteilnahme in Frankreich und Russland, danach bis 1950 in russischer Kriegsgefangenschaft. Nach der Promotion 1953 zunächst wissenschaftliche Tätigkeit, dann Direktor verschiedener deutscher Kunstmuseen. Seit 1979 ist Wend Graf von Kalnein Honorarprofessor für Neuere Kunstgeschichte an der Universität Salzburg und lebt in Seekirchen (Österreich).

 
 

Die schwarze MappeUlrich Bräuel
Die schwarze Mappe
Reise nach Danzig

edition zeitbrüche
239 S., € 24,-
ISBN 3-929759-72-1

2002

Jahrzehntelang diente die schwarze Mappe der Aufbewahrung von diversen Papieren, die mit Danzig zusammenhingen. Als Fünfzehnjähriger mußte Ulrich Bräuel Anfang 1945 aus seiner Heimatstadt flüchten. Mit der Zeit verblaßten die Erinnerungen an den Ort der Kindheit. Erst nach der politischen Wende im Osten 1989/90 und nachdem er auf verschollen geglaubte Manuskripte seines Vaters gestoßen war, nimmt der Autor die Spur zu dem lange zurückliegenden Lebensabschnitt und zu seiner Familiengeschichte wieder auf.

Die Fahrt nach Danzig wird eine Reise in die Erinnerung, der Wiederbegegnung mit der Heimat der Kindheit und Jugend. Sie wird aber auch eine Konfrontation mit der politischen Vergangenheit der dreißiger Jahre und der Kriegszeit sowie mit der Gegenwart des polnischen Gdansk. Vor allem aber sucht und erlebt Ulrich Bräuel die Heimat seines noch in Danzig verstorbenen Vaters, erfährt dort eine neue Begegnung mit ihm, die neue Fragen aufwirft und zu weiteren Nachforschungen drängt.

ULRICH BRÄUEL, Dr. jur., geb. 1930 in Danzig. Ende Januar 1945 Flucht aus Danzig, Abitur in Arnstadt/Thüringen. Studium der Rechtswissenschaften in Freiburg i.Br., seit 1957 als selbständiger Rechtsanwalt in Berlin tätig. 1984 Promotion an der Universität Frankfurt am Main. Ulrich Bräuel hat einen Alterssitz in Lindau am Bodensee.

 
 

Von Memel bis StockholmGünter Graffenberger
Von Memel bis Stockholm
Erinnerungen eines auslandsdeutschen Journalisten

edition zeitbrüche
96 S., Abb., € 18,-
ISBN 3-929759-69-1
2002

Angestoßen durch mehrere Besuche in seiner Heimat Ostpreußen, läßt Günter Graffenberger facettenreich sein Leben Revue passieren. Das Schicksal seiner Familie und sehr persönliche Erinnerungen stehen neben seinen Erlebnissen als Journalist, den Begegnungen mit bekannten Politikern - u.a. Herbert Wehner und Olof Palme - sowie anderen Persönlichkeiten.

Die Perspektive dieses »Auslandsdeutschen« aus dem Memelland mit der Wahlheimat Schweden vermittelt interessante, lebendig geschilderte Einblicke in die Kriegszeit und die Nachkriegsjahrzehnte in Deutschland.

GÜNTER GRAFFENBERGER, geb. 1929 in Kaukehmen/Ostpreußen. Schulbesuch in Memel, nach Eingliederung des Memellandes ins Deutsche Reich im März 1939 zwangsweise auf der Nationalpolitischen Erziehungsanstalt (Napola) Stuhm in Westpreußen. Gegen Kriegsende als 16jähriger Teilnahme an den Kämpfen um Berlin. Aus amerikanischer Gefangenschaft bei Boizenburg zu Fuß zu seiner Familie nach Marienberg/Erzgebirge durchgeschlagen. Abitur in Jena, Flucht nach Westdeutschland. Arbeit im Ruhrbergbau und auf einem Bauernhof.

1948 Volontariat beim »Hamburger Echo«, danach Redakteur bei verschiedenen Tageszeitungen und der Deutschen Presseagentur. Für den Axel Springer-Verlag Auslandskorrespondent in den USA, England und Skandinavien. Seit 1964 beim Auslandsprogramm des Schwedischen Rundfunks in Stockholm, daneben Skandinavien-Korrespondent für deutsche, österreichische und Schweizer Tageszeitungen und Rundfunkanstalten. Günter Graffenberger lebt seit 1961 in Stockholm.

 
 

Christoph Lewek
Reisegepäck
Roman

edition zeitbrüche
248 S., € 20,30
ISBN 3-929759-14-4
1996

Fünf Jahre nach der »Wende« in der DDR reisen Sylvia und Eduard mit einer Reisegruppe für einige Tage in die westliche USA, sehen zum ersten Mal Las Vegas, den Grand Canyon, San Francisco ... Aber mit auf die Reise in diese neue Welt, die zu erleben für sie noch vor wenigen Jahren unvorstellbar war, gehen ihre Erfahrungen, Hoffnungen und Enttäuschungen.

Für Sylvia, Tochter eines Kombinatsdirektors, war der Weg einer »guten Kommunistin« im Sinne der herrschenden Ideologie gleichsam vorgezeichnet. Ed hingegen stieß als Außenseiter immer wieder an Grenzen. Man richtete sich irgendwie ein, jeder auf seine Weise. Der Kombinatsdirektor Kowalski ebenso wie Tante Marga, deren Sohn in den Westen gegangen war, oder auch Eduards Eltern, die nur »überwintern« wollten. Oder Irene, die sich immer möglichst vorsichtig verhielt, ganz im Gegensatz zu Tom, ihrem Mann. Und selbst der geniale Fischbeck, der immer einen Dreh fand und kein Blatt vor den Mund nahm. Man richtete sich ein in dieser DDR, vergleichbar einem Binnensee mit festen Staumauern und breiten Deichen — bis die Dämme brachen und alles anders wurde...

CHRISTOPH LEWEK, geboren 1954 in Lützen/Sachsen-Anhalt, aufgewachsen in Bernburg als Sohn eines Pfarrers. Schlosserlehre, Diakonausbildung in Berlin (Ost), Ausbildung und Arbeit als Krankenpfleger in Wittenberg und Grünheide bei Berlin. Theologiestudium, anschließend Tätigkeit in verschiedenen Bereichen der Diakonie in Fürstenwalde. Christoph Lewek lebt in Berlin und arbeitet als Geschäftsführer eines Nachbarschaftshauses.

»Als es vorbei war — nicht nur die Euphorie des Herbstes '89 und des folgenden Frühjahrs, sondern auch die unvermeidlich folgende Depression — begann ich zu fragen: Wie war das eigentlich? Was hielt uns damals zusammen, in dieser DDR? Was hielt uns zusammen, was trennte uns? Was machte unser Leben aus? Was lag einigen sehr unterschiedlichen Biographien in diesem Land zugrunde? Was für Erfahrungen habe ich gemacht, welche andere? Und warum? Was geschah mit uns nach '89? So entstand dieses Buch.«

 
 

Horst Pehlke
Das erste Wort
Roman

edition zeitbrüche
144 S., € 17,50
ISBN 3-929759-12-8

1995

Ostpreußen 1946. Aus der Perspektive des zwölfjährigen Lothar zieht das Geschehen bruchstückhaft und unreflektiert vorüber: die Hungerzeit, das Überleben, Leiden und Sterben in den Ruinen Königsbergs. Lothars Eltern sind taubstumm. Er hört und spricht für sie. Der Vater verhungert in einem russischen Lazarett in Königsberg. Seine Mutter wacht an einer Straßenböschung in Rauschen nicht mehr auf. Stumpfsinnig, fast tierhaft schleppt sich Lothar von Ort zu Ort. Der Junge ernährt sich von Abfällen und Schweinefutter, manches erbettelt oder stiehlt er sich. Er nimmt nichts wahr von seiner Umgebung, hat nur ein Ziel — Nahrung. Seit dem Tod seiner Mutter spricht Lothar nicht mehr. Er ist stumm geworden...

Ende 1947 gelangt der Junge mit einem Transport im Viehwaggon nach Deutschland, zunächst in ein Lager für elternlose Kinder in Naumburg. Für die Waisenkinder geht der Krieg weiter. Dann kommt Lothar durch die Pflege von Ordensschwestern langsam wieder zu Kräften. Die äußeren Wunden heilen. Doch er bleibt stumm. Erst als Lothar in einem Kinderheim in Halberstadt menschliche Zuwendung erfährt, findet er seine Sprache, die Worte wieder. Aber seine Überlebensgeschichte wird er nie mehr los.

HORST PEHLKE, geb. 1934 in Königsberg i. Pr. Seine Eltern verhungerten 1946 innerhalb eines Monats. 1947 »Ausreise« aus Ostpreußen. Stationen in einem Naumburger Lager und im Waisenhaus Röderhof. Längerer Aufenthalt in einem Kinderheim in Halberstadt. 1951 mit Pflegemutter nach Lüchow geflüchtet.
Mittelschule, Maurerlehre, abgebrochenes Architekturstudium. 1957 Heirat, drei Kinder. Weiterer Lebensweg: Arbeit und Saufen. Seit 1987 völlig alkoholfrei lebend. Als Rentner neben der schriftstellerischen Arbeit bei den Guttemplern und als Suchtgefährdetenhelfer tätig. Horst Pehlke verstarb 2001.

     
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