Jan
M. Piskorski
Vertreibung und deutsch-polnische
Geschichte
Eine Streitschrift
VERÖFFENTLICHUNGEN DER DEUTSCH-POLNISCHEN-GESELLSCHAFT
BUNDESVERBAND E.V. 8
180S., € 14,80
ISBN 3-929759-96-9
2005
2. Aufl. 2007
ISBN 978-3-938400-33-3
Die jüngsten deutsch-polnischen Debatten um den Zweiten
Weltkrieg und seine Folgen stellen die Beziehungen zwischen beiden
Ländern vor eine harte Belastungsprobe. Das geplante »Zentrum
gegen Vertreibungen« und die Aktivitäten der »Preußischen
Treuhand« haben in Polen Befürchtungen geweckt, die
Deutschen seien heute stärker auf ihre eigenen Opfer des
Krieges fixiert und würden das Schicksal der Polen unter
dem NS-Terror aus den Augen verlieren. Die Besorgnis über
eine Revision des deutschen Geschichtsbildes äußerte
sich auch in einer Sejm-Resolution über Reparationsforderungen
an Deutschland.
In der vorliegenden, im Original 2004 erschienenen Streitschrift
beschreibt und kommentiert der Historiker Jan M. Piskorski die
jüngste deutsch-polnische Geschichtsdebatte. Als hervorragender
Kenner der mitteleuropäischen Zeitgeschichte betont er auch
die Chancen einer solchen Diskussion, die beide Seiten zu einer
Beschäftigung mit ihrer eigenen Geschichte führen kann.
Besonderen Stellenwert nimmt die Interpretation des Zweiten Weltkriegs
und der Vertreibung der Deutschen aus der Sicht der deutsch-polnischen
Nachbarschaft ein. Jan M. Piskorski bereichert die Debatte mit
einer pointierten Analyse, die zudem deutschen Lesern die polnischen
Begrifflichkeiten und Sichtweisen erschließt.
»Auf erfreulich direkte Art und Weise
und immer wieder untermauert von Zitaten bezieht Piskorski Stellung
gegen alle Versuche der Geschichtsklitterung in beiden Ländern.«
Inter Finitimos. Jahrbuch zur deutsch-polnischen
Beziehungsgeschichte, Nr. 2, 2004
JAN M. PISKORSKI, geb. 1956, ist Professor für vergleichende
Geschichte Europas an der Universität Stettin und Ko-Vizepräsident
der Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission der UNESCO; er lebt
in Posen.
|