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Ein jüdisches Leben im Zeitalter der ExtremeBasil Kerski / Joanna Skibinska (Hrsg.)
Ein jüdisches Leben im Zeitalter der Extreme
Gespräche mit Arno Lustiger

VERÖFFENTLICHUNGEN DER DEUTSCH-POLNISCHEN-GESELLSCHAFT
BUNDESVERBAND E.V. 5


164 S., Abb., € 14,80
ISBN 3-929759-93-4
2004

Arno Lustiger, geboren 1924 im polnisch-oberschlesischen Bedzin, entstammt einer patriotisch gesinnten polnisch-jüdischen Familie. Unter der NS-Herrschaft überlebte er mehrere Konzentrationslager und entging auf zwei Todesmärschen nur knapp dem Tode. Von der US-Armee befreit, ließ er sich nach dem Krieg in Frankfurt am Main nieder und wurde ein erfolgreicher Geschäftsmann. Daneben engagierte er sich für den Wiederaufbau jüdischen Lebens in Deutschland, die deutsch-jüdische Versöhnung sowie die Wahrung der Erinnerung an die Kultur der osteuropäischen Juden. Große Anerkennung erwarb sich der Autodidakt als Autor von historischen Arbeiten zum jüdischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus.

In diesem Band berichtet Arno Lustiger in Gesprächen mit den Herausgebern aus seinem privaten wie öffentlichen Leben, einem jüdischen Leben im Zeitalter der Extreme.

»Arno Lustiger kommt mir vor wie ein Wissender, der inzwischen zu einem weisen Mann wurde. Und für mich ist dieser Mensch ein unbeirrbar jüdischer Jude, ohne religiöse Gläubigkeit, aber mit tiefer Tradition.« (Wolf Biermann)

BASIL KERSKI ist Chefredakteur des Deutsch-Polnischen Magazins DIALOG in Berlin.

JOANNA SKIBINSKA ist freie Journalistin und lebt in Frankfurt am Main.


Beginn der VernichtungEdmund Dmitrów / Pawel Machcewicz / Tomasz Szarota
Der Beginn der Vernichtung
Zum Mord an den Juden in Jedwabne und Umgebung im Sommer 1941
Neue Forschungsergebnisse polnischer Historiker

Aus dem Polnischen von Beate Kosmala
Mit Vorworten von Leon Kieres, Wolfgang Benz / Beate Kosmala
und Angelica Schwall-Düren

VERÖFFENTLICHUNGEN DER DEUTSCH-POLNISCHEN-GESELLSCHAFT
BUNDESVERBAND E.V. 4
In Zusammenarbeit mit dem Institut für Nationales Gedenken in Warschau
und dem Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin

261 S., Karten, € 19,50
ISBN 3-929759-87-X
2004

Das im Jahre 2000 erschienene Buch »Nachbarn« des Soziologen Jan T. Gross über das Pogrom von Jedwabne hat in Polen eine intensive historisch-politische Debatte über den Zweiten Weltkrieg sowie das Verhalten der christlichen polnischen Bevölkerung gegenüber der jüdischen Mitbevölkerung ausgelöst. Auf die Thesen des Buches von Gross hat das Warschauer Institut für Nationales Gedenken (IPN) mit einer intensiven Forschungstätigkeit reagiert, die Ergebnisse dieser Forschungen wurden Ende 2002 in Polen veröffentlicht.

Der vorliegende Band präsentiert – erstmals in deutscher Sprache – einen Teil dieser neuen Forschungsergebnisse renommierter polnischer Historiker zu der ersten Phase der Judenvernichtung in Nordostpolen nach dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion im Sommer 1941.

Pawel Machcewicz gibt zunächst einen umfangreichen Überblick über die aktuelle Debatte polnischer Historiker um das Jedwabne-Pogrom. Edmund Dmitrów untersucht in diesem Zusammenhang die Vernichtungspolitik deutscher Einsatzgruppen im Gebiet von Lomza und Bialystok im Sommer 1941. Tomasz Szarota hat für den Band ein umfangreiches wissenschaftliches Kalendarium zum Mord in Jedwabne und zur juristischen, politischen und wissenschaftlichen Aufarbeitung dieses Ereignisses bis zur Veröffentlichung des Gross-Buches erstellt.

EDMUND DMITRÓW, geb. 1949, Dr. habil., Historiker und Politologe; Dozent am Institut für Politische Studien der Polnischen Akademie der Wissenschaften, Mitarbeiter des Instituts für Nationales Gedenken; 1992-1994 stellvertretender Vorsitzender der Stiftung »Polnisch-Deutsche Aussöhnung«"; seit 2002 im Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Berlin.

PAWEL MACHCEWICZ, geb. 1966, Dr. habil., Historiker; 1999-2000 Mitarbeiter des Instituts für Politische Studien der Polnischen Akademie der Wissenschaften; seit August 2000 Direktor des Büros für Bildung und Forschung am Institut für Nationales Gedenken, Warschau.

TOMASZ SZAROTA, geb. 1940, Prof., Historiker, Leiter der Abteilung Geschichte Polens nach 1945 am Historischen Institut der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Warschau. In der fibre-Reihe Klio in Polen erschien seine Monographie Der deutsche Michel. Die Geschichte eines nationalen Symbols und Autostereotyps.


Renata Makarska / Basil Kerski (Hrsg.)
Die Ukraine, Polen und Europa
Europäische Identität an der neuen EU-Ostgrenze

VERÖFFENTLICHUNGEN DER DEUTSCH-POLNISCHEN-GESELLSCHAFT BUNDESVERBAND E.V. 3

320 S., € 19,50
ISBN 3-929759-86-1
2004
Der Titel ist vergriffen!

Mit der EU-Osterweiterung rücken auch Polens östliche Nachbarn stärker in das Blickfeld der Deutschen und der Westeuropäer. Die Ukraine, die im 20. Jahrhundert mehrmals um ihre Eigenstaatlichkeit gekämpft und 1991 ihre Unabhängigkeit erlangt hat, führt in der deutschen Öffentlichkeit immer noch ein Schattendasein. Auf der anderen Seite befürchten ukrainische Intellektuelle, durch die EU-Osterweiterung werde ihr Land durch einen erneuten »Eisernen Vorhang« vom Westen abgeschnitten, wobei »der Westen« zunächst einmal Polen ist, das sich in Deutschland und Westeuropa für die ukrainischen Interessen einsetzt.

Der vorliegende Sammelband untersucht die komplexen Hintergründe der Situation in der heutigen Ukraine sowie ihre Beziehungen zu Polen und zu Europa. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die vielschichtige Identität der Ukrainer gerichtet, wobei die in der Geschichte verankerte nationale Identität, aber auch regionale, kulturelle und ethnische Identitäten sowie die Rolle der Literatur behandelt werden.

BASIL KERSKI ist Chefredakteur des Deutsch-Polnischen Magazins DIALOG in Berlin.

RENATA MAKARSKA ist Literaturwissenschaftlerin, von 1997 bis 2003 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin der Friedrich-Schiller-Universität in Jena.

Aus dem Inhalt:

I.
Rainer Lindner:
Die Ukraine zwischen Russland und der EU - Anmerkungen zu einer aktuellen Debatte
Kai-Olaf Lang:
Polen und die Ukraine: Eine strategische Partnerschaft für das neue Europa?
Basil Kerski:
Die polnisch-ukrainischen Beziehungen am Beginn des 21. Jahrhunderts
Taras Wosnjak:
»Projekt Ukraine« - Bilanz eines Jahrzehntes
Ola Hnatiuk:
Zwischen Ost und West - Über die ukrainischen Identitätsdebatten
Mykola Riabtschuk:
Verschwommenes Grenzgebiet - Die ukrainische Identität am Scheideweg von Ost und West
Alexander Kratochvil / Walerij Mokienko:
Sprachliche Prozesse in der Ukraine seit Anfang der neunziger Jahre
Jaroslaw Hrycak:
Wolhynien in der ukrainischen Erinnerung
Bogumila Berdychowska:
Schwierige Versöhnung - Zur ukrainischen Wolhynien-Debatte 2003

II.
Bohdan Osadczuk:
Die Rolle von Jerzy Giedroyc in den polnisch-ukrainischen Beziehungen
Wolfgang Schlott:
Verschüttete Traditionslinien und lebendige Widerstandskultur - Zur polnischen Rezeption der ukrainischen Literatur in der Zeitschrift Kultura zwischen 1948 und 1977
Andrzej Stanislaw Kowalczyk:
Steppenilias - Die Ukraine in der Essayistik und in den Briefen von Jerzy Stempowski
Boguslaw Bakula:
Die Schlüssel zu Kiew
Alois Woldan:
Regionale Identität am Beispiel von Andrzej Stasiuk und Jurij Andruchowytsch
Jurij Andruchowytsch:
Phantasien zum Thema Offenheit
Ryszard K. Przybylski:
Lemberg lesen
Olha Ziwkatsch:
Kulturelles Leben in Stanislau der Zwischenkriegszeit
Anna-Halja Horbatsch:
Ukrainische Literatur in deutschen Übersetzungen


Ein ukrainischer Kosmopolit mit Berliner AdresseBasil Kerski / Andrzej Stanislaw Kowalczyk (Hrsg.)
Ein ukrainischer Kosmopolit mit Berliner Adresse
Gespräche mit Bohdan Osadczuk (Alexander Korab)

Aus dem Polnischen von Agnieszka Grzybkowska

VERÖFFENTLICHUNGEN DER DEUTSCH-POLNISCHEN-GESELLSCHAFT BUNDESVERBAND E.V. 2

224 S., Abb., € 19,50
ISBN 3-929759-77-2
2004

Der 1920 im ostgalizischen Kolomea geborene und seit 1941 in Berlin lebende ukrainische Historiker und Journalist Bohdan Osadczuk zieht eine Bilanz seines außergewöhnlichen Lebens. Seit den fünfziger Jahren war Osadczuk unter dem Pseudonym Alexander Korab Osteuropa-Kommentator der »Neuen Zürcher Zeitung« und des Berliner »Tagesspiegels«, ferner einer der wichtigsten Mitarbeiter der polnischen Exilzeitschrift »Kultura«. 1966 wurde er Professor an der Freien Universität Berlin.

In dem vorliegenden Buch – im Original 2001 unter dem Titel »Wiek ukrainsko-polski« in Lublin erschienen – erzählt Osadczuk in Gesprächen mit den Herausgebern von seiner Kindheit in Polen vor dem Zweiten Weltkrieg, seiner Jugend in Berlin während des Dritten Reiches und seinem Journalisten-Leben. Die Gespräche behandeln aber auch die Entwicklung der Beziehungen Deutschlands zur Ukraine und zu Polen nach dem Zweiten Weltkrieg und wecken Verständnis für die komplexen polnisch-ukrainischen Beziehungen.

BASIL KERSKI, Journalist und Politikwissenschaftler, ist Chefredakteur des Deutsch-Polnischen Magazins DIALOG in Berlin.

ANDRZEJ STANISLAW KOWALCZYK, Essayist und Literaturhistoriker, ist Professor an der Universität Warschau.


Basil Kerski / Andrzej Kotula / Kazimierz Wóycicki (Hrsg.)
Zwangsverordnete Freundschaft?
Die Beziehungen zwischen der DDR und Polen 1949-1990

VERÖFFENTLICHUNGEN DER DEUTSCH-POLNISCHEN-GESELLSCHAFT BUNDESVERBAND E.V. 1

334 S., € 19,50
ISBN 3-929759-76-4
2003

Der Band ist vergriffen!

Die Beziehungen zwischen der DDR und Polen waren mehr als nur ein von der Sowjetunion diktiertes ideologisches Bündnis zweier »Klassenbrüder«. Vor allem in den siebziger Jahren übte das »liberale« Volkspolen eine starke Anziehungskraft auf junge DDR-Bürger aus. Seit der Öffnung der Oder-Grenze 1971 kam zu intensiven persönlichen Begegnungen auch außerhalb des Staatsapparates, oft mit Misstrauen von den Machthabern beobachtet. Polnische Rockmusik, Theaterkunst und anspruchsvolle Literatur stießen auf großes Interesse in der DDR. Die Krise des politischen und wirtschaftlichen Systems in Polen nach 1976 hat jedoch auch bei vielen DDR-Bürgern antipolnische Stereotype verfestigt.

Der vorliegende Sammelband mit Texten renommierter polnischer und deutscher Experten verschiedener Generationen bietet eine vielschichtige Bestandsaufnahme der Beziehungen zwischen der DDR und Polen, vor allem des politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Bereichs.

BASIL KERSKI, Journalist und Politikwissenschaftler, ist Chefredakteur des Deutsch-Polnischen Magazins DIALOG in Berlin.

ANDRZEJ KOTULA ist Mitarbeiter des Büros für Internationale Zusammenarbeit der Stadt Stettin/Szczecin.

KAZIMIERZ WÓYCICKI , Dr. phil, Historiker und Publizist, ist Direktor des Instituts für deutsche und nordeuropäische Studien in Stettin/Szczecin.


Aus dem Inhalt:
I.
Basil Kerski: Die Beziehungen zwischen der DDR und Polen – Versuch einer Bilanz
Kazimierz Wóycicki: DDR-Geschichte nicht nur für Deutsche
II.
Ludwig Mehlhorn: Zwangsverordnete Freundschaft? Zur Entwicklung der Beziehungen zwischen der DDR und Polen
Burkhard Olschowsky: Die staatlichen Beziehungen zwischen der DDR und Polen
Mieczyslaw Tomala: Eine Bilanz der offiziellen Beziehungen zwischen der DDR und Polen
Tomasz Slepowronski: Der Konflikt in der Stettiner Bucht (1985-1989)
Monika Tantzscher: "Wir fangen an, neue gute Traditionen in der Zusammenarbeit zu schaffen" – Über die geheimdienstlichen Beziehungen der DDR zu Polen im Spiegel der MfS-Akten
III.
Czeslaw Osekowski: Der pass- und visafreie Personenverkehr zwischen der DDR und Polen in den siebziger Jahren – Politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Auswirkungen
Helena Flam: Emotionale Kosten des Realsozialismus – DDR und Polen im Vergleich
Wolfgang Templin: Antikommunistische Opposition in der DDR und Polen
Piotr Zariczny: Dialog zwischen regimekritischen christlichen Gruppen und Oppositionellen aus der DDR und Polen
Stefan Garsztecki: Ein asymmetrisches Verhältnis? Kontakte zwischen der antikommunistischen Opposition der DDR und Polens
Andrzej Grajewski: Die katholische Kirche in der DDR und Polen – Ähnlichkeiten und Unterschiede
Justus Werdin: Die Kirchen in der DDR und ihr Verhältnis zu Polen
Theo Mechtenberg: Christliches Engagement – Opposition und Poleninitiativen im Raum der Magdeburger katholischen Kirche
Konrad Weiß: Aktion Sühnezeichen in Polen - Erste Schritte zur Aussöhnung und Verständigung
Krzysztof Ruchniewicz: Polen in der SBZ und der DDR in den vierziger und fünfziger Jahren
IV.
Wolfgang Templin: Thesen zu den kulturellen Beziehungen zwischen der DDR und Polen
Leszek Szaruga: Die Rezeption der DDR-Literatur in Polen – Eine Annäherung
Heinrich Olschowsky: Unwägbarkeiten und Asymmetrien – Polnische Literatur im geistigen Leben der DDR
Henryk Bereska: Polnische Literatur in der DDR und die Zensur
Hermann Schmidtendorf: Einigendes Band oder trennendes Minenfeld?
Massenkultur in der DDR und Polen – Eine Annäherung
V.
Literatur über die Beziehungen zwischen der DDR und Polen - Eine Auswahl

 
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