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Lars
Jockheck
Propaganda im Generalgouvernement
Die NS-Besatzungspresse für Deutsche und Polen 1939-1945
EINZELVERÖFFENTLICHUNGEN DES DHI WARSCHAU 15
€ 35,-
ISBN 3-938400-08-0
2006
Propaganda war ein wesentliches Mittel nationalsozialistischer Herrschaft.
Nachdem Gewalt und Anpassung die deutschen Medien der NS-Propaganda
dienstbar gemacht hatten, dehnte sich ihr Einfluss mit der Expansion
des »Dritten Reiches« auch auf die eingegliederten und
besetzten Gebiete aus. Besonders radikal war das deutsche Vorgehen
während des Zweiten Weltkrieges in Polen: Polnische Massenmedien,
allen voran die Presse, wurden nach der Eroberung des Landes vollständig
verboten. An ihre Stelle trat eine neuartige Besatzungspresse mit
Organen für Deutsche und Polen, Besatzer und Besetzte.
In Krakau, dem Zentrum des deutschen Besatzungsregimes im sog. Generalgouvernement,
erschienen vom Herbst 1939 bis Anfang 1945 die beiden maßgeblichen
Blätter: die »Krakauer Zeitung« und der »Goniec
Krakowski«. Die vorliegende Arbeit untersucht die Strukturen
und Inhalte der Pressepropaganda und fragt nach ihren Absichten und
Wirkungen. Mit ihren propagandistischen Aussagen verfolgte die Besatzungspresse
gegensätzliche, komplementäre Ziele: einerseits die Ermutigung
der Besatzer, andererseits die Entmutigung der Besetzten.
LARS JOCKHECK (geb. 1968) studierte Neuere Geschichte, Volkswirtschaft
und Journalistik in Hamburg, Mainz und Krakau. Seit 1997 ist er Wissenschaftlicher
Mitarbeiter am Seminar für Geschichtswissenschaft der Helmut-Schmidt-Universität,
Universität der Bundeswehr in Hamburg. Das Buch geht auf seine
im Jahre 2004 an der Universität Hamburg abgeschlossene Dissertation
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