Klaus Ziemer / Włodzimierz Borodziej (Hrsg.)
Deutsch-polnische Beziehungen 1939 – 1945 – 1949
Eine Einführung Einzelveröffentlichungen des DHI Warschau 5
348 S., Karten, (2000) ISBN 3-929759-46-2
Der Band ist vergriffen / nicht mehr lieferbar.
Die Jahre 1939–1949, der Überfall auf Polen, die deutsche Vernichtungspolitik im Zweiten Weltkrieg und die Vertreibung der deutschen Bevölkerung nach dem Kriege bilden den Zeitraum, der die deutsch-polnischen Beziehungen historisch am stärksten belastet. Zugleich konnte dieser schwierige und vielfach traumatische Abschnitt der Beziehungsgeschichte bis heute nicht gemeinsam behandelt werden, da ideologische Verzerrungen in Polen wie in beiden deutschen Staaten wesentliche kausale Zusammenhänge ausblendeten.
In der vorliegenden Darstellung wird anhand systematischer Schwerpunkte wie Besatzungspolitik, Terror, Germanisierung, Widerstand und Bevölkerungsverschiebungen der deutsch-polnische Konflikt analysiert. Integrale Bestandteile der Untersuchungen sind auch die Verfolgung der polnischen Juden und die Rückwirkungen des Völkermords an den Juden auf die deutsch-polnischen Beziehungen sowie die Auswirkungen der Jahre 1939-1949 auf die deutsch-polnischen Beziehungen bis 1990.
WŁODZIMIERZ BORODZIEJ, geb. 1956, seit 1996 Professor für Zeitgeschichte an der Universität Warschau, Forschungsschwerpunkte: deutsch-polnische und internationale Beziehungen, Geschichte des Zweiten Weltkriegs; Mitherausgeber der Edition polnischer Akten zur Vertreibung der Deutschen.
KLAUS ZIEMER, geb. 1946, seit 1991 Professor für Politikwissenschaft an der Universiät Trier; 1998–2008 Direktor des Deutschen Historischen Instituts Warschau; seitdem Professor an der Universität Trier. Forschungsschwerpunkte: Polnische Zeitgeschichte, deutsch-polnische Beziehungen seit 1945, politischer Systemwandel in Osteuropa.
|